Leise ist uns wieder ein Goldschatz aus der Spielleitung entschwunden – Heidi, unser liebes «Basler-Dybli». In ruhiger, bestimmter Art hat sie uns jeweils die Spielanordnungen angekündigt.
Nicht dass ihr dieses Ehrenamt im Club zu viel geworden wäre. Nein, sondern die glückliche Genugtuung, dem Club würdevoll zu dienen. Sie war offen für alle Hinweise, dabei ruhig fokussiert auf die Spielleitung geblieben. Ermahnungen an die Spieldisziplin waren ihr fremd. Ruhig hat sie die manchmal lebensfroh aufschäumenden Turniermomente in gross-zügiger Gelassenheit abgewartet. Selbst der Liebreiz des ermahnenden Glöckleins hat sie nicht verführt. Dafür sind ihre spannungsgeladenen Chlausberichte legendär. Mit ihnen hat sie ernsthafte Ermahnungen für das gesellige Zusammensein an uns gerichtet, aber vor allem auch skurrile und humorvolle Anekdoten des Clublebens aufgedeckt. Schmollend, schon eher aber schmunzelnd, wurden diese jeweils von den Betroffenen würdevoll für die Zukunft entgegen genommen. Schlichtweg ein Geistesblitz für unsere Spielgemeinschaft.
So unscheinbar ihre Ausstrahlung in der Spielleitung war, so unscheinbar ist ihre ruhige Spielart. Jetzt begeistert sie uns sicher noch konzentrierter von allen Himmelsrichtungen aus mit ihrer Spielstärke. Wir wünschen ihr von ganzem Herzen, dass sie auch für ihre persönliche Zukunft mühelos ihre neue Taktik und Geistesblitze in grosszügiger Gelassenheit herauf-beschwören kann. Selbstverständlich ohne dabei ihr geselliges Hobby mit sozialen Kontakten im Stich zu lassen.
Ein vorbildliches Clubmitglied, dem wir zu grossem Dank verpflichtet sind.

Text: P. Ganz sen.
Foto: U. Dettmer
