Ein sagenumwobener Ort ist Fehraltorf für das 3 Städte-Treffen der «Spielprominenz» aus Schaffhausen, Bülach und Winterthur sicher nicht. Die Freundlichkeit, mit der wir jedoch vom Gastgeberclub Winterthur empfangen wurden, wiedergab uns aber eine Lebensfreude, die die «Bridgeheroen und Bridgeheroinen» seit jeher verbindet. Der Drang nach Spielen überwog fast die herzlichen Empfangsworte der liebenswürdigen Präsidentin, Beatrice Holliger, des Gastgeberclubs Winterthur. Rasch fanden all die «Diagonalfreundschaften» ihren vorbestimmten Platz und der Rausch des Sammelns von Stichen konnte beginnen.
Auch wenn eher dunkle Grautöne und emanzipierte Schneewittchen diese Kommune porträtierten – der jugendliche Reiz der Spieltechnik erstrahlte nun in vollem Glanz. Verheissungsvolle Gedächtnisschleier wogen nun hin und her, und liessen manchmal die Stirnfalten sich vertiefen. Nonstop ging es nun durch die seelischen Abgründe dieses genialen Spielregelwerks, das auch für Spielverliebte nicht zulässt, dass Glücksanspruch und Machbar-keitswahn im Bridge nicht in Taschenspielertricks ausarten. Wie erstrahlten die Gesichter, als die letzte Runde verkündet wurde.
Der köstliche Apéro war anschliessend nur ein kleines «Puzzle» zu diesem wunderschönen, ruhigen Spielnachmittag. Glückwunsch den Siegerinnen und Siegern, aber auch den vermeintlichen Besiegten. Die Blumensträusse fielen dieses Jahr leider dem apokalyptischen Wassermangel zum Opfer. Ein Hitzesommertag, der all die lukullischen Leckerbissen mit all den vielen Ansagen wie Bergen, Dont, Ghestem oder auch Smolen im goldigen Licht des Abendhimmels untertauchen liess.
Ein herzliches Dankeschön den Organisatoren, vor allem Beatrice Holliger und ihre Crew, die uns liebevoll und angenehm durch dieses Spielturnier «rockten».
Text: P. Ganz sen.
Foto: BC Winterthur
